Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in Kreditverträgen der Sparkasse Heidelberg

Beitragsdatum Juli 8th, 2015

Kreditnehmer sollten Widerrufsmöglichkeiten prüfen lassen

Neckargemünd, den 08.07.2015 – Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in Verbraucherdarlehensverträgen der Sparkassen beschäftigen seit einigen Jahren die deutschen Gerichte. Dabei ist es erstaunlich, wie viele Fehler dabei festgestellt werden. Für Darlehensnehmer der Sparkasse Heidelberg und anderer Sparkassen bieten diese Fehler die Chance, Ihre seit 2003 abgeschlossenen Darlehensverträge auch heute noch zu widerrufen und so vom derzeit günstigen Zinsniveau zu profitieren oder bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurückzufordern.

Auch von uns geprüfte Widerrufsbelehrungen in Darlehensverträgen der Sparkasse Heidelberg weisen vor dem Hintergrund der einschlägigen Rechtsprechung Fehler auf:

  • So wurde in der Widerrufsbelehrung zu Immobilienkrediten eine Formulierung verwendet, wonach die Frist zum Widerruf frühestens mit Erhalt dieser Belehrung beginnt. Diese Formulierung genügt, wie mehrere Senate des Bundesgerichtshofs bereits wiederholt entschieden haben, nicht den gesetzlichen Anforderungen. Sie informiert den Verbraucher nicht richtig über den Beginn der Widerrufsfrist und ist irreführend.
  • Außerdem wurde über die Widerrufsfolgen fehlerhaft belehrt.
  • Hinzu kommt, dass die Sparkasse Heidelberg zum Teil Musterformulare verwendet hat, die zwei Fußnoten enthalten, die von verschiedenen Gerichten ebenfalls bereits als unzulässig beanstandet wurden. So hat unlängst das Landgericht Heidelberg entschieden, dass die Fußnote Frist bitte im Einzelfall prüfen irreführend und die entsprechende Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.

Daneben gibt es eine ganze Vielzahl möglicher Fehler, die von zahlreichen Sparkassen, die mehr oder minder flächendeckend entsprechende standardisierte Formulare verwendet haben, gemacht wurden.

Wir raten Kunden der Sparkasse Heidelberg daher, die in Ihren Darlehensverträgen enthaltenen Widerrufsbelehrungen von erfahrenen Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht darauf prüfen zu lassen, ob sie auch heute noch den Darlehenswiderruf erklären können.

Diese Prüfung führen wir für Kreditnehmer der Sparkasse Heidelberg kostenlos durch.

Ihr Ansprechpartner
Mathias Nittel, Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

 


Die Hamburger Verbraucherzentrale (VZHH) hat bisher insgesamt über 3.300 Immobilienkredite untersucht und herausgefunden, dass über 80 Prozent aller Widerrufsbelehrungen fehlerhaft waren.

Eine Liste fehlerhafter Widerrufsbelehrungen einzelner Banken finden Sie hier

Nittel & Minderjahn

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