Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in Darlehensverträgen der Hamburger Sparkasse

Beitragsdatum Juli 7th, 2015

Kreditnehmer können Verträge widerrufen

Neckargemünd, den 07.07.2015 – Die von der Hamburger Sparkasse (Haspa) verwendeten Widerrufsbelehrungen im Zusammenhang mit Verbraucherdarlehensverträgen (Immobilienfinanzierungen) sind in zahlreichen Fällen fehlerhaft. Für Darlehensnehmer der Hamburger Sparkasse bieten diese Fehler die Chance, Ihre in den Jahren 2003 – 2013 abgeschlossenen Darlehensverträge auch heute noch zu widerrufen und so vom derzeit günstigen Zinsniveau zu profitieren oder bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurückzufordern.

Auch von uns geprüfte Widerrufsbelehrungen in Darlehensverträgen der Hamburger Sparkasse weisen vor dem Hintergrund der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Fehler auf:

  • So wurde in der Widerrufsbelehrung zu Immobilienkrediten eine Formulierung verwendet, wonach die Frist zum Widerruf „frühestens mit Erhalt dieser Belehrung“ beginnt. Diese Formulierung genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen. Sie informiert den Verbraucher nicht richtig über den Beginn der Widerrufsfrist und ist irreführend.
  • Außerdem wurden Fußnoten verwendet, die in der Rechtsprechung mittlerweile als irreführend angesehen werden.
  • Außerdem wurde über die Widerrufsfolgen fehlerhaft belehrt.
  • Die in neueren Darlehensverträgen enthaltenen Widerrufsbelehrungen können darüber hinaus teilweise gegen das Deutlichkeitsgebot verstoßen.

Wir raten Kunden der Hamburger Sparkasse daher, die in Ihren Darlehensverträgen enthaltenen Widerrufsbelehrungen von erfahrenen Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht darauf prüfen zu lassen, ob sie auch heute noch den Darlehenswiderruf erklären können.

Diese Prüfung führen wir für Kreditnehmer der Hamburger Sparkasse kostenlos durch.

Ihr Ansprechpartner
Mathias Nittel, Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

 


Die Hamburger Verbraucherzentrale (VZHH) hat bisher insgesamt über 3.300 Immobilienkredite untersucht und herausgefunden, dass über 80 Prozent aller Widerrufsbelehrungen fehlerhaft waren.

Eine Liste fehlerhafter Widerrufsbelehrungen einzelner Banken finden Sie hier

Nittel & Minderjahn

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